Ausgabe 707

Jonathan's Space Report                 Deutsche Übersetzung von Markus Dolensky
Nr. 707                                        31. Dezember 2014, Somerville, MA
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Internationale Raumstation
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Die Expedition 42 mit Kommandant Barry Wilmore, FE-1 Alexander Samokutajew, FE-2 
Elena Serowa, FE-3 Anton Schkaplerow, FE-4 Samantha Cristoforetti und FE-5 Terry 
Virts geht weiter. Sojus TMA-14M ist an Poisk gekoppelt. Sojus TMA-15M liegt an 
Rasswet an. Progress M-25M ist an Pirs und ATV-5 Georges Lemaître ist an Swesda 
angekoppelt. Dragon CRS-5 (SC7) wird in Cape Canaveral auf den Start vorbe-
reitet.

Venus Express und Venus Climate Orbiter
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Die Mission der Raumsonde Venus-Express der Europäischen Weltraumagentur ist 
beendet. Die Raumsonde wurde am 9. November 2005 gestartet und gelangte am 11. 
April 2006 auf eine Umlaufbahn um die Venus. Am 28. November ging der Sonde, die 
sich auf einer elliptischen, polaren Bahn von 328 x 63095 km x 89,9° um den 
Planeten befand, der Treibstoff aus. Die Lagekontrolle ging verloren, wodurch 
der Kontakt mit der Erde abriss (zeitweise wurden noch Telemetriefragmente 
empfangen). Ohne weitere Bahnanhebungsmanöver nimmt das Perizentrum der Sonde ab 
und sie wird Anfang 2015 in der Venusatmosphäre verglühen.

Unterdessen hat das Team von ISAS der japanischen Raumfahrtagentur JAXA große 
Erwartungen an ihre ins Jahr 2015 verzögerte Venusmission. Die Raumsonde 
Akatsuki (Venus Climate Orbiter, Planet-C) wurde am 20. Mai 2010 auf eine helio-
zentrische Bahn von 0,72 x 1,07 AU x 2,0° gestartet, die sie am 6. Dezember 2010 
zur Venus führte. Das mit zwei Treibstoffkomponenten betriebene Triebwerk der 
Raumsonde versagte jedoch beim Bahneinschuss und Akatsuki flog an der Venus 
vorbei. Zur Verringerung der Masse wurde im Oktober 2011 der Oxidatorvorrat des 
Triebwerks abgelassen und die kleineren mit Hydrazin betriebenen Steuerdüsen 
wurden zur Änderung des nach dem Vorbeiflug eingeschlagenen heliozentrischen 
Orbits eingesetzt, um einen erneuten Vorbeiflug an der Venus Ende 2015 zu er-
reichen. Die Raumsonde ist jetzt auf einer Bahn von 0,611 x 0,722 AU x 3,5° um 
die Sonne. Im Vergleich dazu, die Bahn der Venus ist 0,72 x 0,73 AU x 3,4°. (Die 
Bahnneigung wird relativ zu der Ekliptikebene der Erdbahn angegeben.) Sie ist 
damit der innerste, aktive, künstliche, von Menschen geschaffene Planet; nur die 
Raumsonde Messenger ist auf ihrer Umlaufbahn um den Merkur noch näher an der 
Sonne. In den siebziger Jahren stießen auch Mariner 10 sowie Helios 1 und 2 in 
den sub-venerischen Raum vor. Akatsuki wird am 11. Februar und dann wieder am 
28. August das Perihelium durchlaufen und dann zum Anflug auf die Venus an-
setzen. Das Team von ISAS hat die Planung für den neuerlichen Bahneinschuss noch 
nicht abgeschlossen - der Versuch, lediglich mit den Lagekontrolldüsen aus-
reichend zu verlangsamen, um von der Venus eingefangen zu werden, ist ein trick-
reiches Manöver und ich wünsche ihnen viel Glück bei der Durchführung. Akatsukis 
unerwarteter Aufenthalt auf einer heliozentrischen Umlaufbahn hat zwischenzeit-
lich dazu geführt, dass keine auf die Venus bezogene Forschung betrieben wird. 
Wissenschafter nutzten die Funksignale zur Erde, um den Sonnenwind zu unter-
suchen. Dabei wurden akustische Wellen in der äußeren Sonnenkorona bis in 
20 Sonnenradien Abstand nachgewiesen (Miyamoto et al. 2014, Astrophysical J. 
797, 51).

Anmerkung: Danke an C. Hirose von JAXA/ISAS für Akatsukis Bahnparameter.

Yaogan 25
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China startete am 10. Dezember von Jiuquan aus die Mission Yaogan 25. YG-25 
besteht aus einem Hauptsatelliten und zwei Subsatelliten auf einer Bahn von 1100 
km mit 63° Neigung. Es ist die fünfte derartige Mission.

  Mission              Hauptsatellit   Startdatum     jetziger Orbit
  -------                                           Peri  Apo   Ink  RA d. Knot.

  Yaogan Triplet 1      Yaogan 9        5. März 2010   967 x 1212 x 63,4°  33,7°
  Yaogan Triplet 2      Yaogan 16      25. Nov. 2012  1039 x 1140 x 63,4° 319,8°
  Yaogan Triplet 3      Yaogan 17       1. Sep. 2013  1053 x 1127 x 63,4° 105,5°
  Yaogan Triplet 4      Yaogan 20       9. Aug. 2014  1079 x 1100 x 63,4°  33,9°
  Yaogan Triplet 5      Yaogan 25      10. Dez. 2014  1089 x 1097 x 63,4° 320,2°

NROL-35
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Eine Atlas V von United Launch Alliance gelangte am 13. Dezember auf eine hoch-
elliptische Bahn mit einer Inklination von 63°. Bei der Nutzlast handelt es sich 
vermutlich um einen Signalaufklärungssatelliten plus einer Sekundärnutzlast in 
Gestalt des Frühwarnsensors SBIRS-HEO. Die Anfangsphase des Starts wurde von 
vielen Menschen im Raume Los Angeles beobachtet. Die Entlüftung der Centaur war 
um ungefähr 0530 UTC von Großbritannien und Irland aus zu sehen. Bei dieser 
Mission wurde zum ersten Mal das neue Triebwerk RL-10C-1 (ein überholtes Trieb-
werke des Typs RL-10B-2 der Delta IV, welches das bisher eingesetzte RL10A-4 
ersetzt) in der Oberstufe verwendet. Das Aufstiegsprofil umfasste scheinbar drei 
Zündungen der Centaur, wobei das Raumfahrzeug (basierend auf Amateurbeobach-
tungen der Nutzlast) gegen 0520 UTC auf einer Bahn von 2101 x 37748 km x 62,9° 
abgetrennt wurde. Das Retromanöver der Centaur, die nicht katalogisiert wurde, 
soll um 0507 UTC und der Wiedereintritt um 1330 UTC erfolgt sein. Die auf 
Beobachtungen basierende Analyse von Cees Bassa resultiert in einer Bahn beim 
Wiedereintritt von -140 x 36615 km x 63,9°.

Jamal 401
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Jamal 401, ein Fernmeldesatellit des russischen Unternehmens Gasprom Space 
Systems, wurde am 16. Dezember mit einer Proton auf eine geostationäre Umlauf-
bahn befördert. Die Stufe Bris erreichte um 0025 UTC eine Umlaufbahn von -449 x 
170 km x 51°, um 0031 UTC 171 x 173 km x 51,5°, um 0141 UTC 264 x 4996 km x 
50,0° und um 0402 UTC 383 x 35654 km x 47,7°. Der Abwurftank DTB der Bris wurde 
um 0404 UTC abgetrennt und Bris/Jamal gelangten antriebslos zum Apogäum, wo 
Jamal mit einer abschließenden Zündung von 0903 bis 0916 UTC auf einen geo-
stationären Driftorbit mit einer Periode von 1421 min befördert wurde. DTB wurde 
auf einer Umlaufbahn von 402 x 35534 km x 47,6° aufgespürt und wird als 40345 
geführt.

O3b Flug 3
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Ein weiteres Quartett O3b-Satelliten für Breitbandinternetdienste wurde am 18. 
Dezember gestartet. Jeder Satellit ist mit 12 Richtstrahlantennenschüsseln für 
das Ka-Band ausgestattet und stellt Kapazität für Internetanbieter in den Ent-
wicklungsländern zur Verfügung. Die Sojus ST-B (die Version der Sojus-2-1b von 
Arianespace) hob vom Centre Spatial Guyanais ab und platzierte die Oberstufe 
Fregat, Seriennr. 133-01, am 18. Dezember 1936 UTC auf einer suborbitalen Bahn 
von -1167 x 192 km x 5,3°. Die erste Zündung der Fregat von 1937 bis 1941 UTC 
führte auf eine Parkbahn von 153 x 227 km x 5,2°. Eine zweite, lange Zündung von 
1949 bis 1958 UTC beförderte das Gespann auf eine Transferbahn von 242 x 7875 km 
x 3,2°. Als das Gespann das Apogäum durchlief, zirkularisierte die dritte 
Zündung von 2119 bis 2124 UTC die Bahn und verringerte deren Inklination auf 
7820 x 7840 km x 0,04°. O3bs Raumfahrzeuge FM10 und FM11 wurden um 2128 UTC 
ausgesetzt. Ein weiteres kleines Manöver um 2143 UTC justierte die Bahn der 
Fregat und um 2149 UTC wurden die Satelliten FM9 und FM12 abgesetzt. Weitere 
Manöver der Fregat senkten die leere Stufe auf einem Orbit von 7698 x 7836 km x 
0,06° ab.

Kondor-E
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Der zweite Radarüberwachungssatellit der Reihe Kondor, die von NPO 
Maschinostrojenija (in Reutow bei Moskau) gefertigt wird, wurde am 19. Dezember 
an Bord einer Trägerrakete vom Typ Strela, das ist eine modifizierte ballis-
tische Rakete des Baumusters UR-100NU, die aus einem Silo gestartet wird, auf 
eine Umlaufbahn von 498 x 501 km x 74,7° befördert. Bei diesem Satelliten, 
Kondor-E Nr. 2, handelt es sich um die Exportversion des Raumfahrzeugs. Es soll 
an einen nicht genannten Auslandskunden, angeblich die Defense Intelligence 
Organisation der South African National Defense Force verkauft worden sein. Das 
wird von der südafrikanischen Regierung weder bestätigt noch dementiert, womit 
sich die Frage stellt, von wem dieser Satellit bei der UNO registriert werden 
wird. Unterm Strich deutet vieles darauf hin, dass Südafrika der eigentliche, 
wenn auch der geheime, rechtliche Eigentümer des Satelliten ist. Es ist denkbar, 
dass der Satellit aus internationalen regulatorischen Gründen den Codenamen 
Kosmos 2502 erhält und von Russland registriert werden wird. In meiner Satelli-
tenkartei wird nunmehr zwischen der UNO-Registrierung und dem tatsächlichen 
Eigentümer unterschieden. Mein Vorschlag ist, dass der Satellit für statistische 
Zwecke und solange keine weiteren Fakten bekannt werden Südafrika zugeordnet 
wird.

Angara-A5
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Die Erststufe von Chrunitschews Angara-A5 besteht aus vier seitlichen Start-
hilfsraketen URM-1, die von einem Triebwerke des Baumusters RD-191 angetrieben 
werden. Sie umringen die zweite Stufe, eine weitere URM-1, die als Zentralstufe 
fungiert. Nach dem Start am 23. Dezember 0557:25 UTC trennten sich die Start-
hilfsraketen vom Typ URM-1 um 0600:55 UTC in einer Höhe von 82 km ab. Die zen-
trale URM-1 schaltete um 0602:55 UTC ab, separierte sich in einer Höhe von 
148 km und trat in der Nähe von Tomsk wieder ein. Die Nasenverkleidung wurde 
10 Sekunden später abgeworfen. Die dritte Stufe URM-2 wird von einem Triebwerk 
des Baumusters RD-0124A angetrieben. Sie erreichte eine knapp suborbitale Flug-
bahn und trat nach dem Abtrennen der Nasensektion über dem Philippinischen Meer 
und 2320 km vom Startplatz entfernt wieder ein. Unterdessen beförderte die 
vierte Stufe, eine standardmäßige Bris-M (Seriennr. 88801), das Gefährt mit 
einer um 0611 UTC beginnenden Brennphase auf eine Parkbahn von 250 km bei 63° 
Inklination. Nach einer antriebslosen Phase wurde beim Überqueren des Äquators 
durch zwei Perigäumsmanöver um 0703 und 0926 UTC das Apogäum zunächst auf 5000 
km und dann auf 35800 km angehoben und die Neigung auf 60,6° verringert. Der 
inzwischen leere Zusatztank der Bris-M (DTB) wurde auf einer Umlaufbahn von 433 
x 35808 km x 60,6° abgeworfen und als 40355 katalogisiert. Die Nutzlast bei 
diesem Flug war eine Satellitenattrappe mit der Bezeichnung IPM (unbekannte 
Abkürzung, bedeutet aber vermutlich soviel wie Nutzlasttestmodel). Das Gespann 
gelangte antriebslos zum Apogäum, wo eine 4. Zündung um 1444 UTC auf einen 
kreisförmigen geosynchronen Orbit führte. Um 1457 UTC sendete die Bris einen 
simulierten Trennungsbefehl, die Nutzlast blieb jedoch wie beabsichtigt an der 
Stufe befestigt. Ein paar Stunden später schoben zwei Manöver mit den SOZ-Hilfs-
motoren der Bris das Gespann auf eine Friedhofsbahn einige Hundert Kilometer 
oberhalb des GEO. Dies war die erste GEO-Mission überhaupt, die von Plessezk 
gestartet wurde.

Anmerkung: Bis zum 31. Dezember gab es weder für die Nutzlast der Angara noch 
für den Satelliten Jamal-401 US-Bahnelemente. Nur für die Transferbahnen der 
DTB-Tanks dieser Missionen wurden Bahnparameter veröffentlicht.

Lotos-S
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Russland startete am 25. Dezember von Plessezk aus mit einer Sojus-2-1b einen 
militärischen Satelliten. Der Satellit erreichte eine Umlaufbahn von 240 x 899 
km x 67,1°. Ungewöhnlicherweise wurde weder in russischen Pressemitteilungen 
noch in amtlichen Bekanntmachungen ein Name für den Satelliten angegeben, nicht 
einmal ein Kosmos-Codename. Dies dürfte erstmalig seit dem Start eines sowje-
tischen Satelliten am 4. Januar 1963 sein. (1966 gab es allerdings zwei geheime 
sowjetische Starts, die überhaupt nicht bekannt gemacht wurden.)

Es könnte der zweite Signalaufklärungssatellit der Reihe Lotos-S sein, Lotos-S 
Nr. 802. Die Satelliten der Reihe Lotos-S sind ähnlich instrumentiert wie die 
alten Zelina-2. Sie verwenden aber einen Yantar-artigen Satellitenbus von ZSKB-
Progress anstelle des bei den alten Zelina-2 eingesetzten ukrainischen Okean von 
Juschnoje. Das Raumfahrzeug zirkularisierte am 26. Dezember seine Bahn auf 899 x 
909 km. Lotos-S Nr. 801 ist auf einer ähnlichen Umlaufbahn von 903 x 907 km x 
67°.

Resurs-P Nr. 2
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Am 26. Dezember startete eine weitere russische Sojus-2-1b, dieses Mal von 
Baikonur mit dem 6392 kg schweren zivilen Fotosatelliten Resurs-P 47KS Nr. 2. 
Hauptnutzlast ist die Kamera Geoton-L1 mit 0,5 m Blendenöffnung, 38 km Schwad-
breite, 1,0 m panchromatischer Auflösung sowie 3 bis 4 m in Farbe. Geoton-L1 hat 
7 Aufnahmebänder und eine Hyperspektralkamera mit 216 Kanälen. Die Weitwinkel-
Multispektralkamera KShMSA gehört ebenfalls zur Hauptnutzlast von Resurs-P. 
Sekundärnutzlasten sind ein AIS-Empfänger zur Schiffsortung von OAO RKS sowie 
der kosmische Strahlendetektor Nuklon von der staatlichen Lomonosow-Universität. 
Nuklon spürt Atomkerne mit Ordnungszahlen im Bereich von 1 bis 30 und im 
Energiebereich von 1 bis 1000 TeV in der kosmischen Strahlung auf. Resurs-P 
gelangte auf eine anfängliche Bahn von 190 x 428 km, die am 29. Dezember auf die 
operationelle Höhe von 330 x 471 km angehoben wurde.

Yaogan 26
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China startete am 27. Dezember Yaogan 26 auf eine sonnensynchrone Umlaufbahn von 
485 x 491 km x 97,4° 1030 Uhr Ortszeit am absteigenden Knoten. Dieses Bahnprofil 
ist jenem der Fotosatelliten der Reihe Yaogan 5 ähnlich, allerdings verwendete 
die Rakete eine größere Nasenverkleidung, was auf eine Weiterentwicklung hin-
weist.

Astra 2G
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Beim letzten Proton-Start des Jahres wurde der Fernmeldesatellit Astra 2G von 
SES in Luxemburg auf eine geostationäre Transferbahn befördert. Astra 2G hat 
6002 kg und basiert auf dem Satellitenbus Eurostar 3000, der von Airbus in 
Toulouse gefertigt wird. Er umfasst im Ku- und Ka-Band operierende Telekommuni-
kationsnutzlasten für Dienste in Europa und Westafrika.

Fengyun 2-08
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Die Silvesternacht begann mit dem Start des 8. Wettersatelliten der Serie FY-2 
für Chinas Nationales Meteorologisches Satellitenzentrum. Der Satellit wird 
mittels feststoffbetriebenem Apogäumsmotor den GEO erreichen und diesen dort 
abtrennen.


Tabelle kürzlich erfolgter (orbitaler) Starts
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Datum  UT    Name             Trägerrakete    Startgelände      Aufgabe       I.D.  Katalog Perigäum Apogäum Inkl Anmerkungen
                                                                                                km       km      °

 3 Dez 0422  Hayabusa-2    )  H-IIA 202       Tanegashima Y1    Raumsonde      76A   S40319    245 x -50912 x  29,9
             Shin'en-2     )                                    Komm.-Tech.    76B   S40320    245 x -50912 x  29,9
             DESPATCH      )                                    Kunst-Sat.     76C   S40321    245 x -50912 x  29,9
             PROCYON       )                                    Raumsonde      76D   S40322    245 x -50912 x  29,9
             MASCOT        )                                                   76    A08308   mit S40319 verbunden
             Minerva II-1a )                                                   76    A08305   mit S40319 verbunden
             Minerva II-1b )                                                   76    A08306   mit S40319 verbunden
             Minerva II-2  )                                                   76    A08307   mit S40319 verbunden
             SCI           )                                                   76    A08309   mit S40319 verbunden
             DCAM-3        )                                                   76    A08310   mit S40319 verbunden
             Zielmarkierung 1)                                                 76    A08311   mit S40319 verbunden
             Zielmarkierung 2)                                                 76    A08312   mit S40319 verbunden
             Zielmarkierung 3)                                                 76    A08313   mit S40319 verbunden
             Zielmarkierung 4)                                                 76    A08314   mit S40319 verbunden
             Zielmarkierung 5)                                                 76    A08315   mit S40319 verbunden
 5 Dez 1205  Orion EFT-1      Delta 4H        Canaveral SLC37B  Kapseltest     77A   S40329    -37 x   5809 x  28,8
 6 Dez 2040  DirecTV-14 )     Ariane 5ECA     Kourou ELA3       Komm.          78B   S40333   6443 x  35792 x   3,1
             GSAT-16    )                                       Komm.          78A   S40332  15998 x  35774 x   1,1
 7 Dez 0326  CBERS 4          Chang Zheng 4B  Taiyuan LC9       Erdbeob.       79A   S40336    742 x    751 x  98,5 1030 LZ SSO
10 Dez 1933  Yaogan 25      ) Chang Zheng 4C  Jiuquan           Funkaufkl.     80A   S40338   1089 x   1097 x  63,4
             Yaogan 25 fu xing 1)                               Funkaufkl.     80B   S40339   1091 x   1097 x  63,4
             Yaogan 25 fu xing 2)                               Funkaufkl.     80C   S40340   1090 x   1098 x  63,4
13 Dez 0319  USA 259          Atlas V 541     Vandenberg SLC3E  Funkaufkl.     81A   S40344   2101 x  37748 x  62,9
15 Dez 0016  Jamal 401        Proton-M/Bris-M Baikonur LC81/24  Komm.          82     driftet auf GEO, keine aktuellen Daten
18 Dez 1837  O3b FM9  )       Sojus ST-B      CSG ELS           Komm.          83D   S40348   7835 x   7844 x   0,0
             O3b FM10 )                                         Komm.          83A   S40349   7832 x   7837 x   0,0
             O3b FM11 )                                         Komm.          83B   S40350   7816 x   7839 x   0,0
             O3b FM12 )                                         Komm.          83C   S40351   7826 x   7836 x   0,0
19 Dez 0443  Kondor-E Nr. 2   Strela          Baikonur LC175    Radar Imager   84A   S40353    498 x    501 x  74,7
23 Dez 0557  IPM              Angara A5       Plessezk LC35/1   Raketentest    85      GEO-Friedhofsorbit, noch keine Daten
25 Dez 0301  Lotos-S Nr. 802  Sojus-2-1B      Plessezk LC43/4   Funkaufkl.     86A   S40358    900 x    910 x  67,1
26 Dez 1855  Resurs-P Nr. 2   Sojus-2-1B      Baikonur LC31/6   Erdbeob.       87A   S40360    330 x    471 x  97,3 1150 LZ
27 Dez 0322  Yaogan 26        Chang Zheng 4B  Taiyuan LC9       Erdbeob.       88A   S40362    485 x    491 x  97,4 1030 LZ
27 Dez 2137  Astra 2G         Proton          Baikonur LC200/39 Komm.          89A   S40364   8281 x  37530 x  14,2
31 Dez 0102  Fengyun 2-08     Chang Zheng 3A  Xichang LC2       Wetter         90A   S40367    326 x  37202 x  24,6

Zusammenfassung der Starts 2014
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2014 gab es 92 orbitale Startversuche (inkl. Fehlstarts von Proton und Antares):

 Russland 36   8 Proton, 2 Dnepr, 22 Sojus, 2 Rokot, 1 Strela, 1 Angara
 USA      24   9 Atlas 5, 1 Delta 2, 4 Delta 4, 6 Falcon 9,3 Antares,1 Zenit-3SL
 China    16   1 Kuaizhou, 9 SBA CZ-2D/4B/4C, 6 CALT CZ-2C/3A/3C
 Europa    7   6 Ariane 5, 1 Vega
 Japan     4   4 H2A
 Indien    4   3 PSLV, 1 GSLV
 Israel    1   1 Shavit

Sea Launch zählt für die USA, auch wenn die Raketenstufen aus der Ukraine und 
von Russland sind. Die 22 Starts der Sojus in diesem Jahr sind für diese Träger-
rakete die größte Anzahl seit 1993. Es ist jedoch bei Weitem kein Rekord, denn 
von 1975 bis 1985 gab es durchschnittlich 59 Sojus-Starts pro Jahr.


Tabelle kürzlich erfolgter (suborbitaler) Starts
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Am 24. November wurden beim Flug NASA 52.001UE durch C-REX (Cusp Region Experi-
ment) der Universität Alaska 24 Probenkörper ausgesetzt, die zur Untersuchung 
des Magnetfeldes die chemischen Elemente Ba und Sr freisetzten. Es war der 
Erstflug einer Black Brant XIIA, die eine Stufenkombination bestehend aus einer 
Talos, Terrier Mk 70, Black Brant Mk 1 und Nihka ist. Die Zweitstufe Terrier 
ersetzt den in der älteren Black Brant XII eingesetzten Feststoffmotor Taurus 
(Honest John).

NASA 36.295US am 11. Dezember war der zweite Flug des Sonnenteleskops für harte 
Röntgenstrahlen FOXSI der UC Berkeley.

Am 17. Dezember startete die ISRO vom Raumfahrtzentrum Satish Dhawan auf der 
Insel Sriharikota die erste Rakete des Typs GSLV-III auf eine suborbitale Bahn. 
Die Feststoffbooster S200 und die Hauptstufe L110 mit zwei Triebwerken des Bau-
musters Vikas beförderten eine Zweitstufenattrappe auf 126 km Höhe und 5,3 km/s. 
Die Abtrennung der Zweitstufe und das Absetzen der Nutzlast wurden ebenfalls 
getestet. Nutzlast war das Crew Module Atmospheric Reentry Experiment, der Pro-
totyp eines Kommandomoduls für eine indische Raumkapsel mit einer Masse von 3735 
kg, der im Golf von Bengalen wasserte. Der Orbit betrug etwa -4418 x 126 km x 
32,7°.

Israel startete am 16. Dezember über dem Mittelmeer einen Zielflugkörper. Es ist 
unklar, um welche Variante der Baureihe Sparrow - Blue, Black oder Sliver [sic!] 
- es sich dabei handelte. Der Start der Abfangrakete vom Typ Arrow 3 wurde je-
doch abgeblasen.


Datum  UT    Nutzlast/Flug   Trägerrakete      Startgelände    Aufgabe   Apo./km

24 Nov 0805  NASA 52.001UE   Black Brant XIIA  Andoya          Magnetosph.  486
 2 Dez 0449  Agni RV         Agni 4            I. Wheeler      Test         300?
11 Dez 1911  NASA 36.295US   Black Brant IX    White Sands     sol. Röntg.  338
13 Dez       RVs ?           DF-41?            Taiyuan         Test        1000?
16 Dez       Zielobjekt      Blue Sparrow??    F-15,Mittelmeer ABM-Zielobj. 100?
18 Dez 0400  CARE/LVM3-X     GSLV-3            Srikarikota SLP Testflug     126
26 Dez 0802  RV x 4?         Jars              Plessezk        Test        1000?

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|  Jonathan McDowell                 |                                    |
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